Falls Sie das Akronym VUCA noch nicht kennen, Asche auf Ihr Haupt. Denn der Begriff wird in Kürze die Schallmauer zum Mainstream durchbrechen. Bald schon werden Ihnen Unternehmensberater, Management-Seminar-Anbieter und sonstige selbsternannte Business-Gurus die VUCA-Workshops und VUCA-Strategien um die Ohren hauen. Damit Sie dafür gerüstet sind und keiner Sie VUCA-mäßig kalt erwischt sollten Sie die folgenden Absätze auf alle Fälle lesen.
Wer hätte es gedacht: das Kürzel VUCA hat seinen Ursprung in den USA, genau gesagt aus dem Sprachgebrauch des US Militärs. Mittlerweile ist die Abkürzung auch im Bereich der Strategischen Unternehmensführung angekommen. Warum? Ganz einfach: weil die Welt dort draußen total VUCA ist und im zunehmenden Maße immer mehr VUCA wird. Aber keine Angst, VUCA verlangt von Ihnen jetzt nicht, sich einen feschen Tarnanzug zuzulegen und von nun an nur noch durch Ihr Büro zu robben. Es sei denn Sie möchten das natürlich, dann steht Ihnen das frei.
Hinter VUCA verbergen sich vier Begriffe: Volatility (Unberechenbarkeit), Uncertainty (Ungewissheit), Complexity (Komplexität) und Ambiguity (Ambivalenz). Diese beschreiben die vier Parameter, die unser Business-Leben heute maßgeblich bestimmen. Eine globalisierte, vernetze Welt, die sich immer schneller dreht, in der auch aktuelle Informationen kaum Aussagekraft haben, weil sich Gegebenheiten so rasch verändern, Interessenbündnisse immer verflochtener werden und Motivlagen ständig wechseln. VUCA beschreibt also die Rahmenbedingungen, unter denen wir heute im Business ständig Entscheidungen treffen müssen und erklärt, warum die Entscheidungsfindung jedesmal zu so einer Herausforderung wird. Denn: Wie soll man eine Entscheidung strategisch vorbereiten, wenn es keine verlässlichen Informationen gibt und sowieso alles permanent im Wandel ist? Mit dem Akronym VUCA versuchen wir dem Unfassbaren ein Etikett zu geben. Und das ist extrem hilfreich, denn so können wir uns auf der hohen See der Entscheidungsfindung an vier Leuchttürmen orientieren. Der Unberechenbarkeit kann ich mit einem genügend großen Schwankungspuffer begegnen, der Unsicherheit, in dem ich möglichst viele valide Informationen dazu einhole, der Komplexität, mit einer Kombination aus Wissen und Ressourcen und der Ambivalenz mit meinem eigenen Wertkompass.
Und falls die hohe See zwischendurch doch mal zu stürmisch wird, lege ich Ihnen das folgende Video ans Herz – danach geht es Ihnen bestimmt besser: