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Zwei Veranstaltungen, ein Thema: Industrie 4.0

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Die vierte industrielle Revolution ist derzeit das Topthema in der deutschen Wirtschaft. Siemens-Chef Joe Kaeser hatte bereits vor zehn Jahren erkannt, wie wichtig das Thema für unsere Zukunft ist und äußerte sich in einem Bild-Interview wie folgt: „Industrie 4.0 ist eine Revolution, die die 2020er-Jahre bestimmen wird. Sie wird ganze Geschäftsmodelle und die Industrie weltweit verändern.“ Kaesers Prophezeiung ist wahr geworden, allerdings ist die Revolution bereits jetzt in vollem Gange.

Die intelligente Vernetzung der Produktion, Logistik und Kunden ist Realität. Unsere Produktionsmaschinen sind vernetzt und lösen bei auftretenden Problemen, Risiken oder Störungen, einen Alarm aus, so dass Wartungstechniker oder auch IT-Spezialisten eingreifen und Lösungen finden können. Die Chancen und Herausforderungen der vierten industriellen Revolution sind vielschichtig. Deutsche Unternehmen müssen herausfinden, wie sie sich optimal auf das Internet der Dinge vorbereiten können. Nicht nur die deutschen Unternehmer erachten das Thema als wichtig, sondern auch die Bundesregierung. Deshalb hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam mit hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaften die „Plattform Industrie 4.0“ ins Leben gerufen. Ziel der Plattform ist es, Ansätze zu finden, damit Deutschland weiterhin ein wichtiger Produktionsstandort für Unternehmen bleibt und seine Wettbewerbsfähigkeit steigert. Bis zum IT-Gipfel am 19. November sollen 100 Anwendungsbeispiele von Industrie 4.0 auf der Plattform veröffentlicht werden. Bislang findet man allerdings noch keines, aber bis zum Politkongress sind es ja noch einige Wochen.

Wer nicht so lange warten will, kann an dem 1. Handelsblatt Industriegipfel „Industrie 4.0“, der gestern begonnen und heute weitergeführt wird, teilnehmen. Hier tauschen sich hochrangige Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft aus und diskutieren über die Fragestellung: „Welche Rolle soll die Politik bei der Gestaltung der Rahmenbedingung von Industrie 4.0 spielen? Wie können Firmen ihr Knowhow digitalisieren und an moderne Cloud-Analysenfunktionen anpassen ohne es dem Zugriff unbefugter Dritter preiszugeben?“ Interessierte können sich den Industriegipfel auch live per Webcast anschauen.

Wer es lieber etwas praxisnaher haben möchte, kann auch gerne an der productronica 2015, der Weltleitmesse für Entwicklung und Fertigung von Elektronik, am 10.-13. November 2015 in München teilnehmen. Hier wird Industrie 4.0 auch als Schwerpunktthema behandelt – allerdings mit einem besonderen Fokus auf Cyber-Security.


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